Internet-Revolution und Informationsgesellschaft

 
Internet-Revolution
Seit Mitte der 90 er Jahre wachsen das Internet und die damit verbundene Telekommunikations- und Medienbranche rasant. Gründe dafür sind die zumehmende Verbreitung des Internet(IP)-Protokolls in der Nachrichtenübermittlung sowie die Erfindung der Hypertext Markup-Language (HTML) am CERN in Genf durch Tim Lee-Berners. Deregulierungen in der Telekommunikations - und Finanzbranche führten zu speziellen Dienstleistungen (z.B. "Call-Center") und neuartigen Formen der Wertschöpfung, effizienteren Geschäftsprozessen, elektronischen Marktplätzen (E-Commerce) und neuen Formen des Lernen (E-Learning). E-Banking, E-Logistics, E-Marketing, E-Procurement etc. gehören inzwischen zum Alltag unseres Wirtschaftslebens. Geschäfte konnten nun ihre Produkte auf einer Website rund um die Uhr einem weltweiten Publikum präsentieren.

Wie in allen bisherigen industriellen Revolutionen im 19 Jahrhundert folgen einer ersten Phase eindrücklicher Erfolge eine zweite Phase massloser Ueberschätzung der weiterhin für möglich gehaltenen Erfolge der neuen Technologie. Im Englischen nennt man diese Phase "Hype". Gewisse Vetreter der "New Economy", einer Bezeichnung für die Exponenten der neuen Internetfirmen, prophezeiten z.B das Ende der Bank aus Stein und Ziegeln ("Brick and Mortar") und den vollständigen Ersatz durch E-Banking via Internet. - Wie bei vielen Veränderungen wird aber nicht alles, was technisch möglich ist, auch von den Menschen akzeptiert. In der Phase des "Hype" kam es dann auch zu Uebertreibungen an der Börse, der sogenannten Blase, und schliesslich zu deren Zerplatzen, dem Zusammenbruch der aufgeblähten Börsenkurse. In der Schweiz erinnert man sich heute nur noch schwach, wenn überhaupt an die "High-Flyer" der damaligen Börse wie Fantastic Corporation oder Think Tools; Firmen, die über Nacht nach dem IPO (Intial Public Offering , zu deutsch Börsengang) mehrere hunderte Millionen Franken wert waren. In einer dritten Phase adoptieren nun die Unternehmen die Internettechnologie in ihre Geschäftsprozesse und können so ihre Produktivität steigern. Immer mehr Telephongespräche werden via Internet geführt. Das Downloaden von Musik via MP3, das Shoppen bei Amazon, die Suche via Google und das Ersteigern von Alltagsartikeln bei Ebay gehören heute zu den
 
Internet-Router
Internet-Router, eine Schaltzentrale des World Wide Web. Er leitet Datenpakete vom Rechner des Kunden an die IP-Adresse der Ziel-Website weiter.
Selbstverständlichkeiten.

Weiterführende Literatur und Links:
1. Bundesamt für Statistik: Informationsgesellschaft, Standortbestimmung und Perspektiven
2. Economie Suisse zur Informationsgesellschaft



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