1. Weltkrieg und Grippeepidemie

 
Schweizer Kinder warten 1917
Schweizer Kinder warten 1917 vor einer öffentlichen Suppenküche in Zürich.

Erster Weltkrieg
1914 brach der Erste Weltkrieg aus. Der Bundesrat wählte Ulrich Wille zum General und ordnete die Kriegsmobilmachung an. Vor allem in der Westschweiz galt Wille vielen als "zu preussisch". Dies führte zu Spannungen zwischen dem französisch- und dem deutschsprachigen Teil des Landes. Die Schweiz als Ganze blieb neutral und besetzte ihre Grenzen. Es folgten vier entbehrungsreiche Jahre, vor allem für die Arbeiter, die am stärksten unter den Kaufkraftverlusten litt. Die Rationierung der lebenswichtigen Güter war schlecht organisiert; eine zunehmende soziale Polarisierung war die Folge. 1918 fand in der Schweiz der erste Generalstreik statt. Die streikenden Arbeiter wurden schliesslich durch Militäreinsatz zur Aufgabe gezwungen. Europaweit fielen etwa 10 Millionen Menschen dem Ersten Weltkrieg zum Opfer.

 
Soldaten bewachen während
Soldaten bewachen während des Generalstreiks das Bundeshaus.

Grippe-Epidemie von 1918
Die Grippe-Epidemie von 1918 gilt als eine der schlimmsten Pandemien (weltweiten Epidemien) der Geschichte. Die "Spanische Grippe" breitete sich von China via die USA über die ganze Erde aus. Verschiedenen Schätzungen zufolge soll diese Pandemie von 1918 weltweit 25 bis 50 Mio. Menschenleben gekostet haben. In der Schweiz fielen der Grippe fast 25'000 Menschen zum Opfer und etwa 744'000 Menschen erkrankten daran. Sie löste auch auf politischer Ebene einige Turbulenzen aus. Der Bundesrat rang sich zu einem dringlichen Beschluss durch und ermächtigte die Kantone und Gemeinden, öffentliche Veranstaltungen wie Konzerte und Feste abzusagen und zu verbieten. In der Schweizer Armee, die ja damals im Aktivdienst war, versagten der Sanitätsdienst und die übrigen Betreuungs-Organisation für die Kranken.

 
Lazarett  Grippeepidemie
Lazarett während der Grippeepidemie von 1918.

Weiterführende Literatur und Links:
1. Schweizer Geschichte, Peter Dürrenmatt, Schweiz. Druck- und Verlagshaus AG, Zürich 1963



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